Die Vodafone Saga - eine Kurzgeschichte für Kinder

Die Vodafone Saga - eine Kurzgeschichte für Kinder
von Eric Hofmann

Vorwort: Diese Geschichte ist für Kinder! Und sie ist neutral und ergreift keine Partei.
Ihr seid alle herzlich eingeladen an der Geschichte mitzuschreiben, sie zu erweitern etc.
Aber bitte denkt bei eurer Wortwahl stets daran: Sie ist für Kinder!

Es war einmal eine ferne Welt. Dort lebten Dinosaurier.
Manche groß, andere sehr groß, manche sogar unvorstellbar groß (so groß, dass sie mit jedem Bein auf einem anderen Kontinent standen).
Neben ihrer Größe unterschieden sie sich hauptsächlich durch verschiedene Farben: es gab rote, blaue, grüne, magentafarbene usw.
Es ging ihnen viele viele Jahre sehr gut. Sie fanden genügend Nahrung und all die kleinen Tierchen dieser Welt tanzten um sie herum und freuten sich über die großen Dinos.
Alle lebten in großer Eintracht zusammen. Man brauchte sich und man mochte sich.

Doch mit der Zeit wurde es schlechter. Es wurde weniger getanzt und auch das Nahrungsangebot wurde knapper. Es schien als wären die schönen Zeiten für immer vorbei.
Ein paar der kleinen Tierchen (sie wurden von den großen Dinos Verbrauchertierchen genannt) hatten keine Lust mehr auf dieses Leben und sie zogen ins Meer. Anfänglich war das Leben dort noch ungewohnt und schwierig. Alles war neu, nichts war organisiert. Doch sie waren frei und konnten alles nach ihren Regeln organisieren. Das Nahrungsangebot war leider sehr spärlich. Aber man war clever und erfand ein wundersames Getränk names Latte Macchiato mit dem sich alle stärkten.
Das Leben in diesem Meer wurde immer spannender und aufregender und viele kleine Tierchen folgten. Die großen Dinos bemerkten erst gar nichts von diesem Umbruch, bzw. ignorierten ihn. Als es immer mehr Verbrauchertierchen ins Meer zog wurden die ersten Dinos stutzig. "Was mag da bloß in diesem Meer vor sich gehen?" fragten sie sich. Selbst traute sich kein Dino ins Meer, aber man wusste sich zu helfen. Man baute freundschaftliche Beziehungen zu einigen der neuen Meeresbewohner auf.
Diese Tierchen wurden von allen "Beratertierchen" genannt. Sie wollten jedem ein guter Freund sein und pendelten regelmäßig zwischen den beiden Welten.
Die Dinos erfuhren auf diese Weise vom aufregenden Leben im Meer. Manche hörten interessiert zu, andere schüttelten verständnislos den Kopf.
Ein paar Kinder der großen Dinos - Starties genannt - spielten schon regelmäßig am Strand und badeten auch schon gelegentlich im Meer. Sie hatten oft viel Spass mit den Meeresbewohnern. Die großen Dinos beobachteten das Treiben aus sicherer Entfernung.

Eines Tages fing ein riesiger, magentafarbener Dino an, kleine lustige Apfel-Talkies zu verkaufen. Die meisten Meeresbewohner waren ganz verrückt danach und kamen an Land um sich eins zu holen. Es entstand eine rege Handelsbeziehung zwischen beiden Welten, die allerdings nicht von Freundschaft geprägt war. Ein gewaltiger roter Dino sah das und beschloss den Meeresbewohnern auch seine Talkies anzubieten. Leider wollte die keiner haben.
Der rote Dino war traurig.
Sehr traurig ...

Gerade in diesem Moment kam Scholz - ein stattliches Beratertierchen - und seine Freunde des Wegs.
Sie munterten den großen roten Dino auf und sagten zu ihm: "Der pinke Dino verkauft zwar die Dinger mit dem Apfel drauf, aber trotzdem kann ihn keiner leiden. Du musst ein Freund der Meeresbewohner werden. Dann kaufen sie auch deine Talkies und wollen mit dir spielen."
Der rote Dino wurde noch röter vor Freude und fragte was er tun soll. Scholz und seine Freunde dachten lange nach ...
Sie kamen auf die Idee, dass es das Beste sei, wenn der rote Dino auf die Meeresbewohner zugeht, sie im Meer besucht und sich mit ihnen unterhält.
Als der rote Dino von diesen Plänen erfuhr hatte er Angst.
Er konnte doch gar nicht schwimmen!
Mmmh.
"Schwimmen kann man lernen" meinte einer der Freunde von Scholz. Leider passte der gewaltige Dino in kein Übungsbecken. Seine ersten Schwimmversuche würde er also direkt im großen, offenen Meer wagen müssen. Scholz rief ein paar seiner besten Freunde zusammen. Sie sollten dem Riesen theoretischen Schwimmunterricht geben. Ein paar tausend Latte Macchiato später war es dann soweit:

¡Der rote Gigant sollte baden gehen!

Das Ereignis wurde einigen Meeresbewohnern vorher groß angekündigt. Die Stimmung war gemischt. "Was will der bei uns im Meer?" fragten ein paar Trolle. "Endlich traut sich mal jemand!" riefen andere. Die Masse schwieg und wartete gespannt. Aber insgeheim hofften die meisten schon lange, dass endlich mal ein Dino zu ihnen ins Meer kommt.
Als besondere Überraschung hat sich der rote Riese ein wiederum besonderes Meeresexemplar mit auffallender, ebenfalls roter Haarpracht gemietet, um gemeinsam in die Fluten zu gleiten. Der Seewolf (Lobo ist spanisch und heisst Wolf; Anm. d. Red.) sollte als eine Art Empfangs-Botschafter fungieren und das Vorhaben für beide Seiten erleichtern.
Der Dino stieg ins Wasser.
Ganz langsam.
Dabei gab er komische Laute von sich, die irgendwie an wahllos aneinandergereihte Buzzwords (liebe Kinder, Buzzwords sind jene Wörter, die ihr im Fernsehen hört und nicht verstehen könnt) erinnerten.
War das so geprobt? Der Seewolf wirkte irritiert.
Viele Meeresbewohner kamen auf einmal ganz nah ran, plapperten alle durcheinander und stellen Fragen im Staccatissimo.
Der Riese, ganz benommen von den neuen Erfahrungen und permanent bestrebt die Balance zu halten konnte gar nicht auf die vielen Informationen reagieren und gab immer komischere Laute von sich. Er wirkte deplatziert und hilflos. "Das war in den Theorieübungen doch ganz anders! " dachte er. "Wo ist der Scholz und seine Freunde?".
Dem Riesen wurde schlecht. Plötzlich knickte er kopfüber ein.
Statt ihm wieder auf die Beine zu helfen kamen jetzt immer mehr Meeresbewohner aus ihren anonymen Meereslöchern und griffen ihn an. Die meisten Vermummt! Die Szene erinnerte an einen armen Hirsch der von vielen maskierten Piranhas angegriffen wird.
Es war ein großes Schlachten.
Mit Hilfe von ein paar Meeresbloggern rettete sich der rote Gigant ans Ufer (ein paar von ihnen wurden auch von Artgenossen angegriffen).
Da lag er nun.
Die Masse im Meer triumphierte und tippte fröhlich auf ihren Apfel-Talkies vom pinken Riesen rum.
Die anderen Dinos beobachteten das Treiben aus sicherer Entfernung.

Was wird ihnen durch den Kopf gegangen sein?